Der Videospielemarkt hat sich mit dieser Generation erheblich erweitert. Sei es Facebook, sei es Browsergames, seien es die MIDs. Sowas gab es vorher alles nicht und jetzt gibt es das noch dazu. Außerdem fanden so - und durch die erweiterten Möglichkeiten der Konsolen (PS360) - immer mehr Leute den Weg zur Konsole im Wohnzimmer. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Großteil der COD/[Insert Mainstream game here]-Spieler die Konsole nie gekauft hätten, könnten sie damit nicht auch Netflixen/Hulun oder der Freundin beim Tanzen zuschauen (überspitzt! Aber auch das ist ein großer Faktor! Man hat ein Argument mehr für das Gerät). Das alles sollte eigentlich unter Cray's Aussage, passt aber eigentlich ganz gut als allgemeine Einleitung.
Die richtig großen Titel bleiben auf der Strecke oder reduzieren sich auf ein Maß, wie wir es derzeit auf der E3 sehen. Offenbar kann man nur noch mit Shootern Geld verdienen.
Falsch! Der Fokus der Branche verschiebt sich in diese Richtung und nur der Fokus wird beworben bzw auf der E3 (Mega-Werbetrommel) gezeigt. Ist doch nur verständlich! Daran geht die Videospielewelt aber noch lange nicht unter!
BTW wundert es mich, dass lediglich Ubisoft auf die F2P Schiene in einem Trailer aufgesprungen ist. Hier hätte ich deutlich mehr Fokus erwartet. MS hat es mit dem Glass-Zeug auch verstanden und versucht direkt den Fuß in die Tür zu bekommen. Nächstes Jahr werden die Konzepte ala "Verwalte deine Fifa Mannschaft auf deinem iPhone während der Zugfahrt" weiter Fahrt aufnehmen. EA wird natürlich versuchen, dass man für jede Plattform blechen muss. Mal gucken, ob das Erfolg hat.
Die sicheren Blockbuster sind die immergleichen Bruckheimer/Bay-Streifen. Echte Perlen sind meist Low-Budget-Produktionen. Gleiches gilt langsam für die Spieleindustrie. Die Masse steht auf die CoDs und GoWs, die "Kenner" bedienen sich im Indie-Bereich. Ab und an gibts dann einen großen Titel wie Uncharted, der alle gleichermassen begeistern kann, bis die Serie für den Massenmarkt wieder ausgeschlachtet wird. Damit muss man wohl leben.
Ganz genau! Vermutlich sollten alle hier, die es sehen wie Cray, mal abseits der "Mainstream" Gamingseiten schauen. Diese müssen sich den Gegebenheiten natürlich anpassen und berichten ebenfalls vermehrt über den im Fokus liegenden Bereich der Videospiele. Kann man es ihnen verdenken? Ich glaube kaum.
Im Endeffekt sollten Communities wie das Blaster langsam wieder Fahrt aufnehmen, eben weil wir (Eliten

) uns mehr austauschen müssen über die Titel, die keinen Fokus bekommen, aber dennoch großartig sind. Leider passiert das irgendwie auch immer weniger. Stattdessen wird ständig rumgejammert, dass alles scheisse ist... siehe:
Was am Ende ist, ist der "Fan" an sich, der nur noch darauf bedacht zu sein scheint, zu nörgeln, billige Internetbilder zusammen zu stellen und zu posten und sich über jeden kleinen Scheiß aufzuregen. Anstatt sich über neue, interessante Spiele, Hardware und angebotene Dienste zu freuen, wird sich drüber lustig gemacht und alles in Grund und Boden gequatscht.
Richtig! Lasst doch einfach den "Scheiss" links liegen und schreibt stattdessen das, was ihr an Geheule schreiben würdet, zu einem guten Spiel an Meinung und Diskussionsgrundlage. Aktuell find ich die teilweisen Einzeiler, oder News-Postings aus anderen Quellen (teils komplett ohne eigene Aussage dazu) hier echt ätzend. (erwische mich aber selbst manchmal dabei!). Problem hier ist, dass meist nicht drauf eingegangen wird und stattdessen wieder über einen uninteressanten "Blockbuster" geheult wird.
Generell gibt es in dieser Generation (und noch mehr in der nächsten) einfach nur das Problem, dass Triple-A-Spiele immer teurer in der Entwicklung werden und daher alles außer einem Riesenhit ein Flop zu werden droht. Daher sind alle vorsichtig, setzen eher auf Konventionelles und/oder Fortsetzungen und wollen ja keinen Fehler machen.
Jüngstes Beispiel Kingdoms of Amalur... Das Studio ist tot, weil es "nur" 1.5Mio verkauft hat. WTF!
Die gute Seite dieser Generation sind die aufstrebenden kleinen Spiele, und damit meine ich nicht nur Indie. Alles von XBLA, über Steam bis iOS ist toll für die Kreativität, kleine Teams und neue Ideen.
Ich hab im letzten Jahr deutlich mehr Indie/Steam Sachen gekauft als alles andere. Eben weil dort neue Ideen kommen, die Spaß machen. kA wie man CDProject's Witcher aktuell einschätzen würde, aber Witcher 2 und Metro 2033 sind gute Beispiele, dass auch kleine Studios konkurenzfähige Produkte zaubern können. Auch Sniper Ghost Warrior war ein bahnbrechender Erfolg und kein AAA Titel.
Problematisch kann es imo nur für Nintendo werden, weil die wieder mal mit schon zum Launch veralteter Hardware auf den Markt gehen und ihnen diesmal ein richtiges Alleinstellungsmerkmal fehlt, das es beim Wii noch gab.
Es stimmt wohl, dass Nintendo diesmal nicht so viel Alleinstellungsmerkmal hat. Aber es ist Nintendo und da ziehen alleine die eigenen Franchises, wenn sie denn mal kommen. Es ist natürlich ärgerlich, dass wieder nahezu kein 3rd Party an Bord ist. Aber das war ja zu erwartet. Im Gegenzug ist man auf Nintendo-Konsolen eigentlich relativ Shooter-sicher
Ach ja, und generell finde ich etwas befremdlich, dass heutzutage sehr viele Spiele übertrieben harte Gewalt beinhalten. Ich habe ansonsten wirklich nichts dagegen, aber der Kontext sollte schon passen. Was man aber bei Spielen wie The Last of Us, Tomb Raider oder Sleeping Dogs wieder gesehen hat, ist IMO eindeutig zu viel und irgendwie unpassend. Man kann es auch übertreiben.
Das kann ich so unterschreiben. Ich mag zwar Splatter auch zu einem gewissen Teil in Spielen, aber dass heute jeder Titel mit immer mehr Blutspritzern etc punkten muss, ist schon sehr befremdlich. Cool wäre mal wieder ein Titel ala Turok damals, der das auf die Schippe nimmt
@ Madruk: Du bist so böse
