Technisch ist es wirklich ziemlich durchwachsen. Es ist grundsätzlich ein hübsches Spiel, gerade wärend der Action mit massig Effekten im Bild macht Quantum Break ne Menge her, in ruhigen Momenten ist es auffällig wie unsauber und unruhig das Bild ist. Das liegt nur zum Teil an der Auflösung sondern auch an den Filtern die über dem Bild liegen. Zudem gibt es Pop-ups, sehr spät ladende Texturen und hin und wieder leichtes Tearing. Bei entsprechend potentem PC spielt das natürlich keine Rolle, da könnte ich mir durchaus vorstellen das QB zu den schönsten Spielen überhaupt zählt, für die XBone wirkt die Engine fast eine Nummer zu groß. Es bleibt aber trotzdem ein sehr hübsches Spiel, dessen unsauberes Bild den Gesamteindruck aber nachhaltig trübt.
Die Shootouts sind toll und durch die Fähigkeiten unheimlich dynamisch, allerdings ist die Steuerung etwas träge und ungenau. Gezielte Headshots sind mir ziemlich schwer gefallen und um die Zielhilfe bin ich sehr dankbar. Die Steuerung reagiert einfach leicht verzögert (merkt man schon beim drehen der Kamera) und beim Zielenfinde ich die Beschleunigung des Fadenkreuzes etwas gewöhnungsbedürftig.
Story macht soweit einen sehr interessanten Eindruck und die Inszenierung mit den Realsequenzen (die erste ging ca. 20 Minuten!) hat schon was. Man darf nur nicht zu viel erwarten, von der Qualität hochwertiger aktueller Serien sind die Filmchen ein ganzes Stück entfernt, für ein Videospiel sind sie aber wirklich gut. Ich bin mir noch nicht so ganz schlüssig darüber ob die Filme ein richtiger Atmosphäregewinn sind oder mir Sequenzen in Spielgrafik lieber gewesen wären.
Freue mich drauf später weiterzuspielen, denn auch wenn die Technik zum kritisieren einlädt und die Steuerung die letzte Präzision vermissen lässt, haben mir die ersten zwei Stunden viel Spaß gemacht. Endlich wieder ein lineares, auf eine spannende Story fokussiertes Stück Software, schon alleine dafür bin ich dankbar.